11. Oktober 2008

train

Die nacht war lang genug, trotzdem tut mein nacken weh. Mein frühstück ist vom vortag - stullen, geschmiert meiner süßen. Jeder biss, ein gedanke an sie. Es ist eng. Es riecht. 3 mann auf 4 quadratmeter - in jedem knast hätte man mehr platz. Polen ist - augenscheinlich - sehr ländlich geprägt. Ab und an ist eine cement-fabrik zu sehen. Grobe graue raue industrie. Die sonne hängt verwchleiert im himmel - gewinnt stetig an kraft. Zugfahren macht einsam Der nachmittag verfliegt, rauscht an uns vorbei wie die landschaft, für die man doch kaum einen blick hat. Wenig aufregende pampa - menschenleere natur, flaches einsames land, gräulich beschienen. Trostlos.und allein wie eh und jeh, hängt die sonne in einem himmel der ebenso nach melancholie schreit, wie alles hier.

Noch 6h, dann sind wir da. Ukrainischen boden konnten wir soeben betreten. 20min halt, der erste freigang nach 9 stunden. Mit goldenen zähnen beschmückte babuschkas stürzen sich sich mit bier, wasser, milch, zigaretten und selbst gemachten teigtaschen - wahlweise mit kartoffeln oder hack - auf uns, die - z.t. ausgehungert und durstig, dankend jeden umtauschkurs akzepierend binnen minuten sämtliche vorräte der alten omas aufgebraucht haben. Der zug als witschaftliches standbein. Ich esse meine letzten stullen, trinke die letzten schlucke wasser und spare mein geld.

Die zeit vergeht wie im schlaf - kein wunder, denn ich schlafe, träume von wüstem dingen und stoße an meine grenzem - nach oben, zur seite, habe beulen. So ist das eben, in der enge. Man lernt ruhig zu schlafen. Es ist dunkel geworden. Unter leicht violettem himmel, zieht immer noch alles vorbei wie eh und jeh - als gäbe es gar kein vorankommen, als wäre alles nur suggestion wie in einem simulator auf der kirmis. Es ist ruhig geworden, der schmale gang, der treffpunkt ist leer, die meisten suchen ein quatier und versuchen die zeit zu verschlafen.

Keine Kommentare: