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Öl
8. Oktober 2008
Amy
"Amy, I love you!!!", schreit es von den hinteren Plätzen. Diese "Geliebte" torkelt gleichgültig zu ihrem an der Monitorbox platzierten Getränk, dass - leicht milchig, leicht gelblich - igrendwie merkwürdig aussieht. Ihr Kleid sieht aus wie 10 Jahre am Stück getragen - öhne eine Wäsche. Hergestellt vielleicht in den 60ern. Postmodern. Auch ihr Haarkleid, das Bienenstockgleich ihren Kopf schmückt wirkt seltsam. Zierende Spinnenweben würden noch ncihtmal verwundern. Irgendwie sieht sie aus wie einmal gestorben und zurück - blass, aufdringlich geschminkt, um was auch immer zu verdecken, die stimme so rau, die Worte fast unüberlegt, leicht zitternd. So pur! Einfach nur den Anblick beurteilend gibt sie ein merkwürdiges Bild ab! Aber in dem Moment in dem ein Drummer den Takt anzählt, beginnt die Metamorphose und der Einsatz ihrer Stimme lässt alle Vorbehalte vergessen. Sie ist gut! Richtig gut! Selten habe ich (live) einen Künstler erlebt, der ganz ohne Korreographie (zugegeben, ich bin ein boygroudgebrandmarktes Kind der 90er), ohne aufwendige Bühnendeko (a la Kylie, oder Madonna), eine solche Bühnenpräsenz besitzt!
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