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Öl
28. März 2010
Das kleine dicke Mädchen
Ihre Knöchel sind so dünn, ihre Oberschenkel so breit, Beine wie Trichter, jeder Statiker hätte bedenken, doch um das ganze noch zu übertreiben, trägt sie hohe Schuhe, die ihr gewiss scherzende Füße bereiten. Dennoch lächelt sie durch die Welt. Was bleibt ihr auch übrig, in einer Welt in der nur Top Models die Aufmerksamkeit bekommen, die doch jede Frau gern für sich hätte. In der Dicke eben nicht das Ideal sind, auch wenn sie in der Mehrheit sind, auch wenn sie dafür sorgen, das McDonalds und Burger King Milliarden Umsätze machen, Jobs entstehen lassen und selbst mit Ihren durch Überfettung verursachten Krankheiten das BIP steigen lassen. Dünne Menschen verringern unseren „Wohlstand“, zumindest wenn man jenes Wort mittels BIP Indikatoren beschreiben will. Dünne Menschen klauen Jobs, denn wären sie dick, brauchten sie mehr Stoff, mehr Nahrung und mehr Ärzte. Und das kleine dicke Mädchen lächelt immer noch, vielleicht weiß sie, dass sie sich nichts vor zu werfen hat.
25. Februar 2010
müßiggang ist aller laster anfang

Die Sonne bricht durch, die Wolkendekce verliert ihre Dichte, mehr und mehr, es wird heller, bunter, ein Mix aus Orange, Gelb und Blau, Vanilla Sky.
Ich blicke nach oben atme tief und genieße die Sanftheit der Natur, die Sichtbarkeit des Horizonts, was nicht selbstverständlich ist. Ich habe schon lange nicht mehr nach oben geschaut, es schlicht vergessen. Früher habe ich immer in den Himmel geschaut, mich alles gefragt, und alles ist irgendwie in dieser Stille beantwortet worden. Irgendwie. Heute? Heute stell ich mir pausenlos Fragen, bin nur am grübeln, erstelle Konzepte, suche Mataphern und schlicht nach Zeitfenstern in denen ich alles in meiner nicht vorhandenen Ordnung abarbeiten kann. Ich denke zuviel und vergesse mich selbst. Der Himmel gibt schon lange keine Antworten mehr. Wenn ich ihn frage, bleibt der Raum der Erkenntnis leer. Die Zeit drängt, alles nagt an mir, kann es nicht abschüttlen, nicht mehr verarbeiten, kaum noch schlafen. Die ewige Unruhe. Es wachsen kahle Stellen, wo einst sattes Haar war. Zeitmanagment ist eine immer währende Notlösung geworden. Regelmäßige Malzeiten zu einem Fremdwort verkommen. Man sucht wie Faust - immer mehr, immer weiter. Und wenn man sich dann doch besinnt, stehen bleibt, alles abschütteln kann, die Zeit vergisst und den Himmel genießt, weil der Moment zu schön ist, dann hat man die Wette mit dem Teufel verloren. "Augenblick, verweile doch" - Tut mir leid, keine Zeit und die Hölle ist mir zu warm, ich bin da eher der nordische Typ....
22. Februar 2010
Weniger Gestern, mehr Morgen!

Die erste Dekade dieses Jahrtausends ist vorbei - die nächste steht uns bevor. Mit Siebenmeilenstiefeln durch die Weltgeschichte, reitet die Menschheit auf dem Pfad des Forschritts und der Erkenntnis. Auf zu neuen Ufern! Neue Zeiten stehen an und doch sind es nur alte Parolen. Oft ist die imaginäre, die gedachte Zukunft schon viel weiter als die Realität. Lem´sche Visionen sind bis heute noch weit weg, wie der Mars, oder Siedlungen auf dem Mond. Aber auch hier auf der Erde, schleppt sich das Ungetüm, welches Zukunft heißt mit der Geschwindigkeit einer Schnecke voran – und weiß noch nicht einmal wohin.
Es scheint als fehlen die Ziele, große neue Bilder. Wo sind die Denker wenn man sie braucht. Sind sie vielleicht alle blockiert oder assimiliert von der Zeit und seinen Umständen. Ist es die Zeit, die blockiert – gemeinsam sind wir alle blöd?
Vor 100 Jahren waren wir auf den Weg in den Krieg, vor 200 Jahren waren die Zeiten ähnlich unfriedlich. Ist es nun ein echter Bruch in der Zeit, der stattfindet und sich auf die Menschheit überträgt? Wenn ja? Was kommt denn dann? Wo sind wir im Jahr 2020? Schon alle unsterblich? Die Medizin feiert und die Erde ächzt? Graue ungewisse Zukunft, schwer zu zeichnen wie der Flügelschlag des Kolibris.
29. Januar 2010
Das Problem von Zwangsehen ist stets, das die Liebe fehlt . Russlands und Europas Gegenwart und Zukunft im Bereich der Kooperation im Energiesektor.
Energie – Eine Einführung in das Thema
Energie hat das Potential eines der wichtigsten und entscheidendsten Themen dieses Jahrhunderts zu werden. Wenn das 20. Jahrhundert das Ölzeitalter war, dann wird sich das 21. Jahrhundert den Namen des Rohstoffs geben, welcher eben jenes ablösen wird. Ein Kandidat ist hierbei das Erdgas. Ebenfalls ein fossiler Energieträger hat es den schlichten Vorzug, dass im Vergleich noch mehr Reserven (nachgewiesene Mengen) und Ressourcen (vermutete Mengen) vorhanden sind, als es beim Öl der Fall ist. Kurz gesagt, das Öl ist schneller alle als das Gas. Und das macht Erdgas langfristig zu einem heißen Kandidaten für den Namen dieses Jahrhunderts.
In Zeiten steigenden Energiebedarfs – und es ist grundsätzlich fraglich, ob diese Entwicklung jemals rückwärtsgewandt sein wird – ist es daher von absoluter Bedeutung für die Energie- importierenden Staaten, sich diesen Rohstoff zu sichern.
Energiepolitik ist lang-fristigen Planungen unter-worfen (Energiestrategie). Diese Langfristigkeit, auch in Verträge über Förderung (Production Sharing Agreements) und den Transport (z.B. via Pipelines) eingebettet, schafft die Energiesicherheit, welche eine der primären Ziele von Energieimportierenden Staaten (zum Beispiel Ländern der Europäischen Union) ist. Um mögliche Abhängigkeiten zu vermeiden und sich seinen außen-politischen, wie auch außen-wirtschaftlichen Handlungsspielraum zu bewahren sollte ein Energieimportierender Staat seine Bezugsquellen und seine Energieträger diversifizieren. Alle Aspekte bedingen einander.
Die Metaebene
Die Europäische Union ist – trotz Finanz- und Wirtschaftskrise – immer noch eine der Hochburgen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Diese Leistungsfähigkeit benötigt allerdings eine wichtige Grundlage – Energie. Ein leistungsfähiger Staat (und damit sind noch nicht ein-mal nur wirtschaftliche Aspekte gemeint) wäre ohne Elektrifizierung oder beheizbaren Wohn-raum undenkbar.
Die europäischen Länder haben den geologischen Nachteil, dass auf ihren Territorien nicht immer ausreichend Rohstoffe (Öl und Gas) vorhanden sind – Norwegen und Großbritannien seien hier genannte Ausnahmen. Das macht die EU in der Summe zu einer Gruppe von Energieimportierenden Ländern.
Die Russische Föderation hat jenen genannten geologischen Vorteil – und weiß ihn auch zu nutzen. An Platz eins liegend, was die Reserven von Erdgas und mittlerweile auch an Platz eins liegend, was die Produktion von Erdöl betrifft, sichert sich Russland einerseits sein wirtschaftliches Wachstum, andererseits auch horrende Profite .
Nun liegt eine Art Zweckehe auf der Hand: Russland hat, was Europa benötigt, nämlich Energie, und andersherum, hat Europa, was Russland benötigt, nämlich Geld, welches es für den Aufbau seiner Wirtschaft dringend benötigt.
Ein kleiner Anfang
Einer der wichtigsten Zeitpunkte in der Entwicklung der geopolitischen Energie-Thematik liegt im Zusammenbruch der SU. Auch wenn Russland einige seiner Satelliten in die Unabhängigkeit entließ, und damit auch einen nicht unwesentlichen Teil des Energie-Kuchens verlor, konnte es doch von einem Faktum profitieren: So wie damals viele Wege nach Rom führten, führten in der damaligen SU eben viele Wege Richtung Moskau – und mit Wegen sind hier Pipelines gemeint. Dies hat Russland lange bereits erwähnte Einnahmen gesichert, denn Gas, oder Öl wurden unter anderem billig von den neu gegründeten Staaten eingekauft, und profitabel in den Westen verkauft. Dennoch markiert dieser Zeitabschnitt auch eine neue Ära der eurasischen Energiepolitik, denn bereits abgeschriebene Felder in Azerbaijan wurden plötzlich durch westliches Know-How wieder förderbar und dadurch lukrativ. Es folgten die ersten Verträge , mit denen der Westen sich neben den obligatorischen Profiten, mittelfristig auch ein Stück an Unabhängigkeit von Russland sichern wollte. In den 90ern folgte Sanierung, Ausbau und Neubau zahlreicher Pipeline-Projekte. Zu nennen sind hier bedeutende Pipelines wie die BTC-Pipeline, welche Öl von Azerbaijan über Georgien in Richtung Türkei liefert.
Der neue Allround-Aspekt: Die Umwelt
Wir leben in einer Zeit, die auch immer bestimmt ist von einem bedeutenden Thema - dem Klima. Die EU setzt sich selbst mit dem Ziel die CO2-Emmissionen zu reduzieren unter Druck. Daraus folgt: Erdgas wird als „grüner“ Rohstoff erachtet, denn es verbrennt im Ver-gleich zu Erdöl um bis zu 30% CO2 ärmer. Die Strategie steht also fest: Erdgas wird zu einem Rohstoff absoluter Priorität für die Europäische Union.
Fehlen noch die Aspekte der Diversifizierung: Ein Sorgenkind-Thema ist die offensichtliche Abhängigkeit vom russischen Erdgas. 40% beziehen die Europäer von der Russischen Föderation .
Ein weiterer Aspekt: Die Energiesicherheit: Nicht nur das ein wesentlicher Teil der im-portierten Gasmengen aus Russland kommt, so werden eben jene Anteile zum überwiegenden Teil über das Territorium der Ukraine geleitet . Spätestens seit der Orangen Revolution und den Gas-Blokaden in den Jahren 2006 und 2009 sind eben jene Energielieferungen nicht mehr als Sicher zu erachten.
Was bedeutet dies für die europäische Strategie? Erstens, sollte der Ursprung des Rohstoffs weiter diversifiziert werden, weitere Exportländer sollten erschlossen werden. Zweitens sollte der Rohstoff Gas sollte nach Möglichkeit über direktem Wege in die EU eingespeist werden, unter Umgehung potentieller Drittländer (Transitländer).
Diversifizierung - oder nicht?
Die Zielregion der Europäischen Staaten ist Zentral Asien, rund um das Kaspische Meer. Mit Azerbaijan zum Beispiel wurden bereits Verträge abgeschlossen. Spätestens mit der Initiierung des im Jahr 2009 beschlossenen Nabucco Erdgaspipeline Projekts wird dieses Ziel deutlich. In Verdis gleichnamiger Oper geht es in erster Linie um Unabhängigkeit. Unabhängigkeit von Unterdrückung und Fremdherrschaft. Es ist ein fast schon provozierender Name, und der Name ist Programm. Nabucco soll eine Alternative für russisches Gas bieten und Russlands Dominanz auf dem Erdgassektor eindämmen.
Nur eines scheinen die Planer nicht bedacht zu haben: Die azerbaijanischen Ressourcen sind endlich, und die prognostizierten Transportkapazitäten via der noch zu bauenden Pipeline sind schwer mit den im Land vorhandenen Reserven zu realisieren – kurz um: sie sind es nicht!
Es gibt bereits Verträge mit Turkmenistan, dessen Reserven erheblich größer sind, dennoch bleibt die Frage, wie man jene Länder an die Nabucco Pipeline ankoppeln könnte. Im Süden grenzt das Kaspische Meer an den Iran, im Norden an Russland. Russland sollte umgangen werden, und so bliebe der Iran als künftiges Transit-, oder sogar Exportland. Wie realistisch das Pipeline-Projekt auf Dauer sein wird, hängt auch von dieser Frage ab.
Des Weiteren belastet ein ungelöster Konflikt die europäische Erschließung: Der Rechtsstatus des Kaspischen Meers: Es gibt bis dato noch keine transkaspische Pipeline, weil noch keine einheitlichen und vor allem verbindliche Regelungen für dieses Binnenmeer vorhanden sind. Auch hiervon hängt ein Gelingen des Projektes indirekt ab, sofern die Iran-Option nicht gezogen werden würde. Fraglich nur, ob unter dem Gesichtspunkt der Umgehung Russlands eine Einigung mit allen angrenzenden Staaten erzielt werden könnte.
Die gesamte Planung des Projekts – einsehbar auf der zugehörigen Homepage – scheint mindestens wagemutig und „zukunftsorientiert“. Mit den geschaffenen Realitäten (der gebauten Pipeline) könnte allerdings auch schnell der Pragmatismus siegen und kühne Ideen wie die Involvierung Irans wären dann gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Das wird jedoch die Zukunft zeigen.
Die Umwege der Konkurrenz.
Nabucco ist ein Projekt das kaum begonnen, schon äußerst fragil erscheint. Neben dem genannten Problem der Quellen kommt ein weiteres hinzu: Die Konkurrenz schläft nicht.
Das regionale Konkurrenzprojekt der Nabucco Pipeline ist die Southstream Pipeline. Auch wenn Angela Merkel sich für jegliche Importdiversifizierung ausgesprochen hat („…das ist gut für Europa…“), untergräbt diese Pipeline die Rentabilität und damit auch den möglichen Erfolg der europäischen Unabhängigkeitsleitung. Von Kasachstan über Russland via Schwarzes Meer soll die Pipeline in Bulgarien anlanden und Osteuropas Energiesicherheit funda-mentieren. Für Russland bietet besagte Pipeline die Möglichkeit, seine Kapazitäten, welche sonst über ukrainisches Territorium geleitet worden wären, umzuschichten um so weitere Streitigkeiten um bezahlte oder nicht bezahlte Gasrechnung nicht mit damit verbundenen Lieferungsstopps auch an die europäischen Kunden beantworten zu müssen.
Diese Lieferungseinschränkungen, gerade im Winter ein besonders wirkungsvolles Druckmittel, waren zuweilen zu echten Krisen ausgeartet, bei denen nicht nur die ukrainische, auch die russische Glaubwürdigkeit als Handelspartner auf dem Spiel stand. Dennoch muss man sehen, das Russland die deutlich besseren Argumente besitzt und allein der Fakt, das es sich leisten kann, den Gas-Hahn einfach zu zudrehen verdeutlicht, das die EU keine wirkliche Alternative zu haben scheint.
Eine weitere Umgehung des ukrainischen Transit-Monopols ist die momentan noch im Genehmigungsprozess befindliche Ostsee-Pipeline „Northstream“. Noch von Gerhard Schröder und seinem politischen Freund aus Moskau – Putin – beschlossen, umgeht die Gas-Leitung direkt alle osteuropäischen Länder und landet im westlichen Ostdeutschland an. Die geplanten Kapazitäten der Pipeline sind beachtlich .
Auch wenn es bezüglich Northstream einige Bedenken gibt, was die Umweltkompatibilität angeht, so ist es unwahrscheinlich, dass diese Pipeline nicht genehmigt wird .
Win-win? Pipelines verbinden!
Nun ist eines der Ziele – nämlich die Diversifizierung der Handelspartner – im bisher geschilderten Prozess nicht umgesetzt worden sind. Es liegt auf der Hand, dass es auch keine Alternativen gibt. Afrikanische Länder seien hier genannt, und wie schon erwähnt der Iran. Dennoch ist vor allem in Hinblick auf die Ressourcen und die Reserven in Russland, den zu erwartenden steigenden Energiebedarf in der Europäischen Union und dortigen Umweltanstrengungen, ein Zusammenkommen beider Parteien unausweichlich .
Man darf auch nicht der vor geopolitischen Themen nur so strotzenden amerikanischen Literatur verfallen, die eben jene Abhängigkeit immer wieder anmahnen. Und auch wenn in der 2009 verabschiedeten National Security Strategy der russischen Föderation, Energielieferungen als politisches Druckmittel genannt werden, so darf man nicht außer Acht lassen, das hier eine gegenseitige Abhängigkeit besteht.
Pipelines sind langfristige und verbindliche Projekte mit Milliarden Aufwendungen und eindeutigen Zielen, nämlich einer Lieferung vom Anfang bis zum Ende der Pipeline . Solange es noch Pipelines gibt, die Richtung Europa verlaufen, dann ist eigentlich nicht viel zu befürchten. Russland wird nicht irrational agieren und das alte Gesetz von Angebot und Nachfrage neu definieren. Russland braucht auch Europa. Seien es die genannten Profite , oder die ebenso notwendigen technischen Hilfen .
Alle 3 Gas-Pipelines Nabucco, Southstream, Northstream sind Ausdruck für eine erfolgreiche europäische Energiestrategie. Die angestrebte Diversifizierung ist zumindest durch die Diversifizierung der Transportwege eingeleitet worden. Die Energiesicherheit ist mit einem langfristigen Handelspartner , welcher in Besitz der größten Erdgasreserven ist, mehr als gewiss.
Grafik: Joep Bertrams
Energie hat das Potential eines der wichtigsten und entscheidendsten Themen dieses Jahrhunderts zu werden. Wenn das 20. Jahrhundert das Ölzeitalter war, dann wird sich das 21. Jahrhundert den Namen des Rohstoffs geben, welcher eben jenes ablösen wird. Ein Kandidat ist hierbei das Erdgas. Ebenfalls ein fossiler Energieträger hat es den schlichten Vorzug, dass im Vergleich noch mehr Reserven (nachgewiesene Mengen) und Ressourcen (vermutete Mengen) vorhanden sind, als es beim Öl der Fall ist. Kurz gesagt, das Öl ist schneller alle als das Gas. Und das macht Erdgas langfristig zu einem heißen Kandidaten für den Namen dieses Jahrhunderts.
In Zeiten steigenden Energiebedarfs – und es ist grundsätzlich fraglich, ob diese Entwicklung jemals rückwärtsgewandt sein wird – ist es daher von absoluter Bedeutung für die Energie- importierenden Staaten, sich diesen Rohstoff zu sichern.
Energiepolitik ist lang-fristigen Planungen unter-worfen (Energiestrategie). Diese Langfristigkeit, auch in Verträge über Förderung (Production Sharing Agreements) und den Transport (z.B. via Pipelines) eingebettet, schafft die Energiesicherheit, welche eine der primären Ziele von Energieimportierenden Staaten (zum Beispiel Ländern der Europäischen Union) ist. Um mögliche Abhängigkeiten zu vermeiden und sich seinen außen-politischen, wie auch außen-wirtschaftlichen Handlungsspielraum zu bewahren sollte ein Energieimportierender Staat seine Bezugsquellen und seine Energieträger diversifizieren. Alle Aspekte bedingen einander.
Die Metaebene
Die Europäische Union ist – trotz Finanz- und Wirtschaftskrise – immer noch eine der Hochburgen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Diese Leistungsfähigkeit benötigt allerdings eine wichtige Grundlage – Energie. Ein leistungsfähiger Staat (und damit sind noch nicht ein-mal nur wirtschaftliche Aspekte gemeint) wäre ohne Elektrifizierung oder beheizbaren Wohn-raum undenkbar.
Die europäischen Länder haben den geologischen Nachteil, dass auf ihren Territorien nicht immer ausreichend Rohstoffe (Öl und Gas) vorhanden sind – Norwegen und Großbritannien seien hier genannte Ausnahmen. Das macht die EU in der Summe zu einer Gruppe von Energieimportierenden Ländern.
Die Russische Föderation hat jenen genannten geologischen Vorteil – und weiß ihn auch zu nutzen. An Platz eins liegend, was die Reserven von Erdgas und mittlerweile auch an Platz eins liegend, was die Produktion von Erdöl betrifft, sichert sich Russland einerseits sein wirtschaftliches Wachstum, andererseits auch horrende Profite .
Nun liegt eine Art Zweckehe auf der Hand: Russland hat, was Europa benötigt, nämlich Energie, und andersherum, hat Europa, was Russland benötigt, nämlich Geld, welches es für den Aufbau seiner Wirtschaft dringend benötigt.
Ein kleiner Anfang
Einer der wichtigsten Zeitpunkte in der Entwicklung der geopolitischen Energie-Thematik liegt im Zusammenbruch der SU. Auch wenn Russland einige seiner Satelliten in die Unabhängigkeit entließ, und damit auch einen nicht unwesentlichen Teil des Energie-Kuchens verlor, konnte es doch von einem Faktum profitieren: So wie damals viele Wege nach Rom führten, führten in der damaligen SU eben viele Wege Richtung Moskau – und mit Wegen sind hier Pipelines gemeint. Dies hat Russland lange bereits erwähnte Einnahmen gesichert, denn Gas, oder Öl wurden unter anderem billig von den neu gegründeten Staaten eingekauft, und profitabel in den Westen verkauft. Dennoch markiert dieser Zeitabschnitt auch eine neue Ära der eurasischen Energiepolitik, denn bereits abgeschriebene Felder in Azerbaijan wurden plötzlich durch westliches Know-How wieder förderbar und dadurch lukrativ. Es folgten die ersten Verträge , mit denen der Westen sich neben den obligatorischen Profiten, mittelfristig auch ein Stück an Unabhängigkeit von Russland sichern wollte. In den 90ern folgte Sanierung, Ausbau und Neubau zahlreicher Pipeline-Projekte. Zu nennen sind hier bedeutende Pipelines wie die BTC-Pipeline, welche Öl von Azerbaijan über Georgien in Richtung Türkei liefert.
Der neue Allround-Aspekt: Die Umwelt
Wir leben in einer Zeit, die auch immer bestimmt ist von einem bedeutenden Thema - dem Klima. Die EU setzt sich selbst mit dem Ziel die CO2-Emmissionen zu reduzieren unter Druck. Daraus folgt: Erdgas wird als „grüner“ Rohstoff erachtet, denn es verbrennt im Ver-gleich zu Erdöl um bis zu 30% CO2 ärmer. Die Strategie steht also fest: Erdgas wird zu einem Rohstoff absoluter Priorität für die Europäische Union.
Fehlen noch die Aspekte der Diversifizierung: Ein Sorgenkind-Thema ist die offensichtliche Abhängigkeit vom russischen Erdgas. 40% beziehen die Europäer von der Russischen Föderation .
Ein weiterer Aspekt: Die Energiesicherheit: Nicht nur das ein wesentlicher Teil der im-portierten Gasmengen aus Russland kommt, so werden eben jene Anteile zum überwiegenden Teil über das Territorium der Ukraine geleitet . Spätestens seit der Orangen Revolution und den Gas-Blokaden in den Jahren 2006 und 2009 sind eben jene Energielieferungen nicht mehr als Sicher zu erachten.
Was bedeutet dies für die europäische Strategie? Erstens, sollte der Ursprung des Rohstoffs weiter diversifiziert werden, weitere Exportländer sollten erschlossen werden. Zweitens sollte der Rohstoff Gas sollte nach Möglichkeit über direktem Wege in die EU eingespeist werden, unter Umgehung potentieller Drittländer (Transitländer).
Diversifizierung - oder nicht?
Die Zielregion der Europäischen Staaten ist Zentral Asien, rund um das Kaspische Meer. Mit Azerbaijan zum Beispiel wurden bereits Verträge abgeschlossen. Spätestens mit der Initiierung des im Jahr 2009 beschlossenen Nabucco Erdgaspipeline Projekts wird dieses Ziel deutlich. In Verdis gleichnamiger Oper geht es in erster Linie um Unabhängigkeit. Unabhängigkeit von Unterdrückung und Fremdherrschaft. Es ist ein fast schon provozierender Name, und der Name ist Programm. Nabucco soll eine Alternative für russisches Gas bieten und Russlands Dominanz auf dem Erdgassektor eindämmen.
Nur eines scheinen die Planer nicht bedacht zu haben: Die azerbaijanischen Ressourcen sind endlich, und die prognostizierten Transportkapazitäten via der noch zu bauenden Pipeline sind schwer mit den im Land vorhandenen Reserven zu realisieren – kurz um: sie sind es nicht!
Es gibt bereits Verträge mit Turkmenistan, dessen Reserven erheblich größer sind, dennoch bleibt die Frage, wie man jene Länder an die Nabucco Pipeline ankoppeln könnte. Im Süden grenzt das Kaspische Meer an den Iran, im Norden an Russland. Russland sollte umgangen werden, und so bliebe der Iran als künftiges Transit-, oder sogar Exportland. Wie realistisch das Pipeline-Projekt auf Dauer sein wird, hängt auch von dieser Frage ab.
Des Weiteren belastet ein ungelöster Konflikt die europäische Erschließung: Der Rechtsstatus des Kaspischen Meers: Es gibt bis dato noch keine transkaspische Pipeline, weil noch keine einheitlichen und vor allem verbindliche Regelungen für dieses Binnenmeer vorhanden sind. Auch hiervon hängt ein Gelingen des Projektes indirekt ab, sofern die Iran-Option nicht gezogen werden würde. Fraglich nur, ob unter dem Gesichtspunkt der Umgehung Russlands eine Einigung mit allen angrenzenden Staaten erzielt werden könnte.
Die gesamte Planung des Projekts – einsehbar auf der zugehörigen Homepage – scheint mindestens wagemutig und „zukunftsorientiert“. Mit den geschaffenen Realitäten (der gebauten Pipeline) könnte allerdings auch schnell der Pragmatismus siegen und kühne Ideen wie die Involvierung Irans wären dann gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Das wird jedoch die Zukunft zeigen.
Die Umwege der Konkurrenz.
Nabucco ist ein Projekt das kaum begonnen, schon äußerst fragil erscheint. Neben dem genannten Problem der Quellen kommt ein weiteres hinzu: Die Konkurrenz schläft nicht.
Das regionale Konkurrenzprojekt der Nabucco Pipeline ist die Southstream Pipeline. Auch wenn Angela Merkel sich für jegliche Importdiversifizierung ausgesprochen hat („…das ist gut für Europa…“), untergräbt diese Pipeline die Rentabilität und damit auch den möglichen Erfolg der europäischen Unabhängigkeitsleitung. Von Kasachstan über Russland via Schwarzes Meer soll die Pipeline in Bulgarien anlanden und Osteuropas Energiesicherheit funda-mentieren. Für Russland bietet besagte Pipeline die Möglichkeit, seine Kapazitäten, welche sonst über ukrainisches Territorium geleitet worden wären, umzuschichten um so weitere Streitigkeiten um bezahlte oder nicht bezahlte Gasrechnung nicht mit damit verbundenen Lieferungsstopps auch an die europäischen Kunden beantworten zu müssen.
Diese Lieferungseinschränkungen, gerade im Winter ein besonders wirkungsvolles Druckmittel, waren zuweilen zu echten Krisen ausgeartet, bei denen nicht nur die ukrainische, auch die russische Glaubwürdigkeit als Handelspartner auf dem Spiel stand. Dennoch muss man sehen, das Russland die deutlich besseren Argumente besitzt und allein der Fakt, das es sich leisten kann, den Gas-Hahn einfach zu zudrehen verdeutlicht, das die EU keine wirkliche Alternative zu haben scheint.
Eine weitere Umgehung des ukrainischen Transit-Monopols ist die momentan noch im Genehmigungsprozess befindliche Ostsee-Pipeline „Northstream“. Noch von Gerhard Schröder und seinem politischen Freund aus Moskau – Putin – beschlossen, umgeht die Gas-Leitung direkt alle osteuropäischen Länder und landet im westlichen Ostdeutschland an. Die geplanten Kapazitäten der Pipeline sind beachtlich .
Auch wenn es bezüglich Northstream einige Bedenken gibt, was die Umweltkompatibilität angeht, so ist es unwahrscheinlich, dass diese Pipeline nicht genehmigt wird .
Win-win? Pipelines verbinden!
Nun ist eines der Ziele – nämlich die Diversifizierung der Handelspartner – im bisher geschilderten Prozess nicht umgesetzt worden sind. Es liegt auf der Hand, dass es auch keine Alternativen gibt. Afrikanische Länder seien hier genannt, und wie schon erwähnt der Iran. Dennoch ist vor allem in Hinblick auf die Ressourcen und die Reserven in Russland, den zu erwartenden steigenden Energiebedarf in der Europäischen Union und dortigen Umweltanstrengungen, ein Zusammenkommen beider Parteien unausweichlich .
Man darf auch nicht der vor geopolitischen Themen nur so strotzenden amerikanischen Literatur verfallen, die eben jene Abhängigkeit immer wieder anmahnen. Und auch wenn in der 2009 verabschiedeten National Security Strategy der russischen Föderation, Energielieferungen als politisches Druckmittel genannt werden, so darf man nicht außer Acht lassen, das hier eine gegenseitige Abhängigkeit besteht.
Pipelines sind langfristige und verbindliche Projekte mit Milliarden Aufwendungen und eindeutigen Zielen, nämlich einer Lieferung vom Anfang bis zum Ende der Pipeline . Solange es noch Pipelines gibt, die Richtung Europa verlaufen, dann ist eigentlich nicht viel zu befürchten. Russland wird nicht irrational agieren und das alte Gesetz von Angebot und Nachfrage neu definieren. Russland braucht auch Europa. Seien es die genannten Profite , oder die ebenso notwendigen technischen Hilfen .
Alle 3 Gas-Pipelines Nabucco, Southstream, Northstream sind Ausdruck für eine erfolgreiche europäische Energiestrategie. Die angestrebte Diversifizierung ist zumindest durch die Diversifizierung der Transportwege eingeleitet worden. Die Energiesicherheit ist mit einem langfristigen Handelspartner , welcher in Besitz der größten Erdgasreserven ist, mehr als gewiss.
Grafik: Joep Bertrams
15. Dezember 2009
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Grafik: TRIK
Tag 1: Eine Gruppe engagierter und klimabewusster überwiegend junger Menschen macht sich an einem Freitag auf den Weg um die Welt zu verändern – zumindest Teil der Veränderung zu sein, des großen weltweiten Prozesses, der gerade stattfindet. Es ist grau, Schauer und beginnende Kälte lassen nicht nur uns, sondern auch die am Seehafen auf uns wartenden Polizisten frieren. Dementsprechend freundlich sind ihre Gesichter. Sie nehmen Stichproben, kontrollieren teilweise das Gepäck, das bremst und wir schaffen gerade so die Fähre. Auch in Dänemark werden wir von der Polizei erwartet, doch die lächelnde Dame schaut nur halbherzig auf die Ausweise und wir können mit unseren 2 Bussen schon nach wenigen Minuten passieren.Auf in den Kampf! Auf zur Aktion! Die ganze grüne Welt trifft sich. Und Kopenhagen ist sein Campingplatz. Internationales Klassentreffen. Doch keiner redet über alte Zeiten. Hier liegt der Unterschied: Man redet über das Morgen. Dies ist vielleicht der größte Wandel in unserer Zeit. Klima hin oder her – es ändert sich das denken! Die Masse Mensch begreift sich langsam selbst und ist dabei sich eine Richtung zu geben, zumindest die falschen Pfade zu verlassen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, das wir unserer Macht als Ganzes auch in Bezug auf den Planeten bewusst werden. Bei aller Skepsis, liegt hier schon der Fortschritt. Bei aller Langsamkeit im Prozess der notwendigen Veränderungen, darf diese Errungenschaft nicht außer Acht gelassen werden.
Nach bevor wir die dänische Hauptstadt erreichen kommen die ersten guten Nachrichten per SMS: DONG beendet sein Engagement in Lubmin – der ganze Bus klatscht.
In Kopenhagen besuchen meine Freundin und ich mit unserem Host eine Couchsurfing-Climate-Summit-Party mit Teilnehmern aus ca. 10 Nationen. Es gibt viele interessante Debatten, ich unterhalte mich lange mit einem Delegierten aus Island (leider ist eine nachträgliche Kontaktaufnahme, bezüglichen eines möglichen Kommentars gescheitert). Wir kommen spät zu Bett, schlafen spät ein, ich bin euphorisiert und beschwippst vom Øl (Bier) und vom Glauben ein eine bessere, realisierbare Welt…
Tag 2: Wir verpassen die „Welle“, verschlafen sie schlicht – eine der Hauptaktionen welche für dieses Wochenende geplant war. Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen – verfrühstücken gegen halb 12 die Brötchen vom Vortag auf einem zentralen Platz. Ich beobachte die Menschen – offensichtlich viele Dahergereiste und vor allem: viel Polizei. Es ist furchtbar kalt, erste interne Zweifel – bin ich nun für oder gegen den Klimawandel - machen sich breit.
In der Mittagszeit sieht man Demonstrierende mit McDonalds Burger in der Hand, oder in großen Ausbeuterunternehmen shoppende – befremdlich.
Sogar der WWF kooperiert hier mit Coca Cola. Das bringt den Vorteil, das besagtes Getränk im besagten Infozelt - vor welchem ein wegen der Kälte nicht so recht schmelzen wollender Eisbär (aus Eis) steht - umsonst ist. Es gibt Vorträge, viel Infomaterial, und Wärme. Wir verweilen ein wenig und ziehen weiter in Richtung Rathausplatz, vor dem ein Tannenbaum steht, der mit der Energie von Fahrradfahrenden Freiwilligen beleuchtet wird. Es gibt wiederum Infostände und große Banner mit „Hopenhagen“. Dänemark gefällt sich als grünes Aushängeschild Europas (auch wenn dies auch kritisch zu sehen ist – aber das soll hier nicht das Thema sein). Mich nervt derweil der blöde Polizeihubschrauber, ein immerwährender summender Unterton, der fast jede Erinnerung an diese Tage begeleitet.
Wir finden per Zufall den Demonstrationszug, welcher am Abend die Straßen der Stadt in Lichtermeere verwandelt hatte – schöne Bilder. Wir folgen in einiger Entfernung. Beobachten hektisches treiben der Polizei, sehen viel Müll und hunderte Schilder mit Aufschriften wie: „There is no Planet B“. Es ist praktisch – Parolen müssen nicht selbst (aus)gedacht werden, sie werden schlicht übernommen. Sie brüllen „sustainability“ oder „conservation“ und hinterlassen Berge voller Abfall und 20 eingeschlagene Fenster an der alten denkmalgeschützten Börse. Wäre der Sonnenuntergang nicht so überwältigend schön gewesen, ich hätte mich herab gelassen mich über diesen Umstand negativ zu äußern.
Nachdem die Kälte unsere Motivation zu partizipieren eliminiert hatte, fuhren wir zu unserem Host, aßen Abendbrot und sind in langen Debatten mit Saara (einem weiteren Gast aus Finnland) versunken, in denen sich unter anderem offenbart hat was der Weihnachtsmann (in Lappland) in seiner Freizeit macht: Er studiert Sprachen (kann schon 10 fließend!). Ich liebe solche Insiderinformationen und kann mich nicht bremsen diese zu verbreiten.Tag 3: Am Morgen besuchen wir Christiania. Am Vorabend hat es hier Ausschreitungen gegeben. Dennoch ist alles verschlafen, selbst Polizei ist nicht vor Ort. Es gibt ein Trauma-Center, für Demonstrationsopfer und viele Banner mit grünen Parolen.
Auf dem Weg zum Abfahrtsort kommen wir an denselben Straßen vorbei, die gestern noch postkriegerisch aussahen. Alles ist wieder sauber, lediglich in den Kanälen schwimmen noch ein paar Andenken. Die geborstenen Scheiben der Börse sind notdürftig geflickt.
Auf dem Rathausplatz sehen wir zufällig den vielleicht berühmten Musikexport Dänemakrs: Outlandisch. Auch sie appellieren an das Publikum, mahnen zur Verantwortung, gegenüber der Zukunft und der Welt als Ganzes. Und immer wieder „Hopenhagen, Hopenhagen…“.
Das Klimaforum09– sozusagen der Alternativgipfel zu COP15 – befindet sich in der Nähe unseres Abfahrtorts. Ein spontaner Besuch ist überraschender Weise ohne Einschränkungen möglich. Es ist verdammt voll, die Gänge, die Böden, allesamt belagert. Eine nicht enden wollende Informations- und Menschenflut umgibt diesen Ort. Ich bin schnell überfordert, sehe kein Ziel mehr und glaube schlicht, dass die Masse an Informationen verursacht, dass diese an sich selbst erstickt.
Als wir losfahren, wieder Richtung Heimat, steht der Horizont in Flammen, die vorbeirauschenden Nebenarme der Ostsee sind karibisch blau. Ein versöhnliches Ende, für ein enttäuschendes Wochenende. Ich bin so leer in jenem Moment – und dabei habe ich noch nicht einmal alles gegeben.
Grün ist ziemlich schick geworden. Und das ist das Problem. Als Leute begonnen haben sich punk zu kleiden, haben sie damit vielleicht auch Stück den Punk getötet. Als die Leute begannen Baggy-Pants zu tragen, ohne auch wirklich HipHop zu sein, haben sie vielleicht auch ein Stück den HipHop getötet. Was ich sagen will: Es sind zu viele Leute auf Zug und dadurch fährt er langsamer. Es fehlt an Identifikation, am Andersdenken und vor allem am Andershandeln. Wir sind doch nicht wirklich bereit etwas zu ändern, nicht bereit zu verzichten, denn das müssten wir, wenn wir die eh viel zu unpräzisen 2°C Ziele erreichen wollen.
Eine Woche später hat sich die Hoffnung der Welt zerschlagen. Nach mehr oder minder dramatischen Verhandlungen und abstursen Streits um X und Y, mussten die Macher sich eingestehen, dass sie wohl nichts machen können. Wie traurig das sich diese Wahrheit erst in solch wichtigen Momenten offenbart.
Ein kleines Plädoyer zum Schluss: Wer will das seine Kinder ein lebenswertes Leben führen können, muss gerade heute dafür sorge tragen. Und dazu gehört auch, nicht nur darauf zu hoffen, dass die Probleme von oben gelöst werden, während alles wie gewohnt seinen Gang geht. Mit der Fähigkeit sich veränderten Lebensumständen anzupassen ist die Spezies „Mensch“ zu einer dominierenden geworden. Das sollten wir nicht verlernen – wir sollten gleich damit beginnen!
1. September 2009
lost illusion
15. Juni 2009
15. März 2009
„Komm Schatz, wir verreisen!“
Das hat man davon. Hätte ich den Mund doch nicht so voll genommen. „Klar verreisen wir!“, tönte es noch großspurig aus mir. Damals. Es war so unbedacht. Dabei hat man als Student doch eh nie Geld. Und dann noch ins Ausland, sagt sie! Meine Güte!
Nun heißt es planen!
Zug!? Zu teuer! Hostel!? Mittlerweile auch nicht mehr ganz billig! Kann man überhaupt noch billig Urlaub machen!? Ich durchsuche das Angebot der Billigflieger, und überrasche sie mit dem billigsten Angebot: Dublin, für nur 60€ p.P. Hin&Rück! Es ist egal welches Ziel es ist – ausländische Städtenamen klingen immer toll. Aber letztlich, man kann schon wirklich Glück haben (Komfort sollte man dennoch nicht erwarten und all den Riesen unter euch sei gesagt: Ryanair ist nix für Leute über 185cm!).
Das Hotel! Verdammt. Hin kommt man leicht, sogar billig. So billig das man die Nächte vergisst. Ich vergleiche die Angebote und stelle fest, dass man sich viel zu leicht hinreißen lässt. Als wären die Billigflieger nur eine Marketingstrategie der hiesigen Hotellerie (quasi eine Investition in den Tourismus), so sind die Preise für die Übernachtungen weit über denen der Flüge! Und nun!?
Es gibt manchmal auch Happy Ends im Leben eines Studenten: Seid Ihr kommunikativ!? Könnt Ihr auf Leute zugehen!? Mögt ihr Luftmatratzen!? Perfekt! Nein, ich meine nicht das Zelt und den Campingplatz (selbst diese sind schon teuer!), ich rede von couchsufring! Ein herrlich altruistisches Angebot im WorldWideWeb, wie es wohl kaum ein Zweites gibt. Einmal angemeldet auf der entsprechenden Webseite, kann man einen jeden Couchsurfer in der jeweiligen Stadt anschreiben und nach einer Unterkunft fragen.
Das klappt (oft) erstaunlich gut. In der Regel gibt es neben sehr persönlichen Einblicken in die Stadt und die Szene auch oftmals Frühstück/Mittag/Abendbrot. Der Gast ist König! Doch immer daran denken: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Also immer was Kleines mitbringen. Und, auch ganz wichtig: Es wird wohl der eine oder andere auch mal bei euch schlafen wollen. Wer das nicht möchte, sollte sich die Anmeldung ersparen!
Letzlich bekommen wir eine Unterkunft und reisen herrlich günstig nach Irland. Das erste Grün hängt schon an den Bäumen, es ist Frühlingsanfang. Stress und Studium sind für ein paar Tage hinten an! Ich trinke braunes saftartiges Guinnes, sie shoppt ohne Ende im Pennys (für all die Frauen: definitiv eine Empfehlung!). Wir sind irgendwie glücklich. Fahren mit dem Bus in die Stadt, wo eine riesige Nadel steht. Ich weiß bis heute nicht wieso. Wir atmen die Luft der irischen See, essen stilvoll Fish&Chips. Ein paar Tage genügen und der Akku ist wieder voll, die Motivation ist zurück, der Arbeitsspeicher wieder leer!
Ich stelle schmunzelnd fest, dass es gar nicht die dröhnenden Flieger sind, die die Welt verbinden, sonder solche Momente, mit anderen Menschen, in anderen Ländern.
Wer nun glaubt, Couchsurfing gibt’s nicht im jedem Land, dem sei gesagt, selbst im Iran kann man diese Angebot nutzen. Für die Mutigen! Ich bin dann mal weg…
Billich – willich! (oder: Wie bekomme ich den billigsten Urlaub wo gibt!?)
1. Der Preis bestimmt das Ziel!
Zug und Auto. Kannste alle knicken. Wir nehmen mal an, der normale Durchschnittstudent hat´s auch nicht so mit dem Umweltbewusstsein – daher: Fliegen! CO2-Ausgleich sparen wir uns auch! Krankenversicherung? Ich werd nicht krank! Reiserücktrittsversicherung nehmen auch nur Luschen!
2. Couch statt Bed&Breakfast!
Vergesst den Schlafsack nicht und vergesst den Komfort. Camping in fremden Wohnzimmern ist auch mal ne Erfahrung. Das Frühstück ist meist länderspezifisch, die Einblicke sind meist einmalig und unbezahlbar!
3. Discounter gibt es überall!
Essen gehen war gestern. Auch mal die Bocker aus`m Lidl zum Mittag genießen. Oder ne Dose Fisch. Letztlich kann das Discounterangebot noch jeden günstig satt machen. Nicht zu verachten sind auch Wochenmärkte. Kaum vertilgbare Portionen an Obst und Gemüse gibt’s auch hier schon für wenig Geld. Und das ist sogar noch gesund!
4. Meide die Touristenziele!
Innenstadt, Shopping. Alles schön und gut! Nur ist das alles auch viel teurer als normal. Der Hauptstadt-Touristen Bonus ist hart und nicht fair. Daher: Auch mal was anderes machen, als die Anderen! Wagt euch heraus. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind i.d.R. die günstigste Transportart. Wem will man denn schon die typischen Urlaubsbilder vor dem Denkmal des damaligen Befreiungskämpfers zeigen? Das interessiert eh keine Sau!
Nun heißt es planen!
Zug!? Zu teuer! Hostel!? Mittlerweile auch nicht mehr ganz billig! Kann man überhaupt noch billig Urlaub machen!? Ich durchsuche das Angebot der Billigflieger, und überrasche sie mit dem billigsten Angebot: Dublin, für nur 60€ p.P. Hin&Rück! Es ist egal welches Ziel es ist – ausländische Städtenamen klingen immer toll. Aber letztlich, man kann schon wirklich Glück haben (Komfort sollte man dennoch nicht erwarten und all den Riesen unter euch sei gesagt: Ryanair ist nix für Leute über 185cm!).
Das Hotel! Verdammt. Hin kommt man leicht, sogar billig. So billig das man die Nächte vergisst. Ich vergleiche die Angebote und stelle fest, dass man sich viel zu leicht hinreißen lässt. Als wären die Billigflieger nur eine Marketingstrategie der hiesigen Hotellerie (quasi eine Investition in den Tourismus), so sind die Preise für die Übernachtungen weit über denen der Flüge! Und nun!?
Es gibt manchmal auch Happy Ends im Leben eines Studenten: Seid Ihr kommunikativ!? Könnt Ihr auf Leute zugehen!? Mögt ihr Luftmatratzen!? Perfekt! Nein, ich meine nicht das Zelt und den Campingplatz (selbst diese sind schon teuer!), ich rede von couchsufring! Ein herrlich altruistisches Angebot im WorldWideWeb, wie es wohl kaum ein Zweites gibt. Einmal angemeldet auf der entsprechenden Webseite, kann man einen jeden Couchsurfer in der jeweiligen Stadt anschreiben und nach einer Unterkunft fragen.
Das klappt (oft) erstaunlich gut. In der Regel gibt es neben sehr persönlichen Einblicken in die Stadt und die Szene auch oftmals Frühstück/Mittag/Abendbrot. Der Gast ist König! Doch immer daran denken: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Also immer was Kleines mitbringen. Und, auch ganz wichtig: Es wird wohl der eine oder andere auch mal bei euch schlafen wollen. Wer das nicht möchte, sollte sich die Anmeldung ersparen!
Letzlich bekommen wir eine Unterkunft und reisen herrlich günstig nach Irland. Das erste Grün hängt schon an den Bäumen, es ist Frühlingsanfang. Stress und Studium sind für ein paar Tage hinten an! Ich trinke braunes saftartiges Guinnes, sie shoppt ohne Ende im Pennys (für all die Frauen: definitiv eine Empfehlung!). Wir sind irgendwie glücklich. Fahren mit dem Bus in die Stadt, wo eine riesige Nadel steht. Ich weiß bis heute nicht wieso. Wir atmen die Luft der irischen See, essen stilvoll Fish&Chips. Ein paar Tage genügen und der Akku ist wieder voll, die Motivation ist zurück, der Arbeitsspeicher wieder leer!
Ich stelle schmunzelnd fest, dass es gar nicht die dröhnenden Flieger sind, die die Welt verbinden, sonder solche Momente, mit anderen Menschen, in anderen Ländern.
Wer nun glaubt, Couchsurfing gibt’s nicht im jedem Land, dem sei gesagt, selbst im Iran kann man diese Angebot nutzen. Für die Mutigen! Ich bin dann mal weg…
Billich – willich! (oder: Wie bekomme ich den billigsten Urlaub wo gibt!?)
1. Der Preis bestimmt das Ziel!
Zug und Auto. Kannste alle knicken. Wir nehmen mal an, der normale Durchschnittstudent hat´s auch nicht so mit dem Umweltbewusstsein – daher: Fliegen! CO2-Ausgleich sparen wir uns auch! Krankenversicherung? Ich werd nicht krank! Reiserücktrittsversicherung nehmen auch nur Luschen!
2. Couch statt Bed&Breakfast!
Vergesst den Schlafsack nicht und vergesst den Komfort. Camping in fremden Wohnzimmern ist auch mal ne Erfahrung. Das Frühstück ist meist länderspezifisch, die Einblicke sind meist einmalig und unbezahlbar!
3. Discounter gibt es überall!
Essen gehen war gestern. Auch mal die Bocker aus`m Lidl zum Mittag genießen. Oder ne Dose Fisch. Letztlich kann das Discounterangebot noch jeden günstig satt machen. Nicht zu verachten sind auch Wochenmärkte. Kaum vertilgbare Portionen an Obst und Gemüse gibt’s auch hier schon für wenig Geld. Und das ist sogar noch gesund!
4. Meide die Touristenziele!
Innenstadt, Shopping. Alles schön und gut! Nur ist das alles auch viel teurer als normal. Der Hauptstadt-Touristen Bonus ist hart und nicht fair. Daher: Auch mal was anderes machen, als die Anderen! Wagt euch heraus. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind i.d.R. die günstigste Transportart. Wem will man denn schon die typischen Urlaubsbilder vor dem Denkmal des damaligen Befreiungskämpfers zeigen? Das interessiert eh keine Sau!
8. März 2009
das lachen und die gesellschaft...
Wie peinlich berührt war man noch damals, vor gar nicht allzu langer Zeit, als der gute alte Adolf von mehr oder minder schlechten (es waren seltener gute) Schauspielern durch den Kakao gezogen wurde. Ein lautes rückwärtsstöhnen, ein erschrockenes Gesicht - darf man das, darf man das lachen!?!? Heute kümmert es keinen mehr, das Lachen hat alles emanzipiert. Der Umgang mit diesem Teil der Geschichte ist ein anderer geworden. Plötzlich darf auch gelacht werden, das macht alles so viel einfacher. Alle Verklemmungen der Vergangenheit hat der Chiropraktiker des Humors meinen einem lauten "HA" entfernen können.
Wie sehr das Lachen hilft uns von zementierten Vorurteilen zu lösen sieht man auch in den USA. Als ein David Chapelle (gewiss nur einer von vielen) begann Witze über Afro-Amerikaner (er ist selbst einer) zu machen und ihre noch immer fragwürdige Stellung im System auf die Schippe zu nehmen, da hat sich vielleicht etwas gelöst, befreit. Das Denken. Das auch mal wieder AndersDenken. Plötzlich sind Vorurteile verschwunden, Barrieren wie Pusteblumen im Wind - und alles pustet, mit jedem Lachen. Und nun!? Barack Obama!? Wie hoch der Anteil des Humors ist, wird sich vielleicht nie ergründen lassen, vielleicht sollte man ihn auch eher als Indiz für sich wandelnde Zeiten nehmen.
Wenn ein Mario Barth selbst ganze Stadien mit Männer-Weiblein-Blödeleien zu füllen vermag, dann ändert sich vielleicht etwas im Männer-Frauen-Verhältnis!? Seit 2001 ist der gute Mann mit dieser Art von Humor in Deutschland unterwegs und ab 2005 regiert uns eine Frau.
Vielleicht sollten wir den Humor - bei all seinem Witz - viel ernster nehmen.
Wie sehr das Lachen hilft uns von zementierten Vorurteilen zu lösen sieht man auch in den USA. Als ein David Chapelle (gewiss nur einer von vielen) begann Witze über Afro-Amerikaner (er ist selbst einer) zu machen und ihre noch immer fragwürdige Stellung im System auf die Schippe zu nehmen, da hat sich vielleicht etwas gelöst, befreit. Das Denken. Das auch mal wieder AndersDenken. Plötzlich sind Vorurteile verschwunden, Barrieren wie Pusteblumen im Wind - und alles pustet, mit jedem Lachen. Und nun!? Barack Obama!? Wie hoch der Anteil des Humors ist, wird sich vielleicht nie ergründen lassen, vielleicht sollte man ihn auch eher als Indiz für sich wandelnde Zeiten nehmen.
Wenn ein Mario Barth selbst ganze Stadien mit Männer-Weiblein-Blödeleien zu füllen vermag, dann ändert sich vielleicht etwas im Männer-Frauen-Verhältnis!? Seit 2001 ist der gute Mann mit dieser Art von Humor in Deutschland unterwegs und ab 2005 regiert uns eine Frau.
Vielleicht sollten wir den Humor - bei all seinem Witz - viel ernster nehmen.
26. Februar 2009
Neulich...
...auf einer Demo gegen Kürzungen des Jugendetas der Stadt Rostock: "Ne` marode Bank müsste man sein"...
Phantasiefabrik
Am Anfang war die Information. Sie fand Ihren Weg, vom Munde, zum Ohr, hinein ins Gehrin, wurde dort verarbeitet, und weitergetragen. Dann fand sie einen Weg zum Auge, Bilder als Medium, in finsteren Hölen unserer Geschichte. Plötzlich hat sich die Information vom Medium Mensch getrennt. Visualisierung der Information. Später, viel später, gab es dann keine Felsen mehr, sondern Pergament, und aus Bildern wurden Hyroglyphen und aus Hyroglyphen die Schrift. Der Mensch begann zu lesen, und so fanden die Informationen Ihren Weg, tief hinein in die Köpfe der Menschen, man musste denken, Phantasie haben, um sich alles zu verbildlichen. Das Bild ist also von der Felswand in unsere Köpfe verschwunden. Jeder malte sich fortan sein eigenes - doch darum soll es nicht gehen, es geht um die Phantasiefähigkeit an sich. Und nun, plötzlich, versinkt die Schrift, das geschriebene Wort im Strudel der neuen Bilder, der Bewegten Bilder, die nicht mehr in den Köpfen, wohl aber vor den selbigen sich abspielen. Fernsehen, Internet, neue Medien, neue Informationen, und die Bilder werden wieder aus den Köpfen hinaus getragen und erübrigen jede Phantasie. Länder von ehemaligen Dichtern und Denkern sind ganz schnell ohne jede Kreativität. Das Ende des selber Denkens. Wir brauchen Phantasiefabriken, und ein jeder soll ein Abreiter darin sein. Wir müssen uns neue Luftschlösser bauen. Die Bilder müssen wieder in die Köpfe zurück.
20. Februar 2009
N.F.
Er liest, um vernünftig, um sich selber verständlich zu bleiben. Sonst, - wohin wäre er sonst schon geraten! Die Bücher, die er in der Hand hält, btrachtet, aufschlägt, liest, sind seine Bleigewichte. Er klammert sich mit der Kraft eines Unglücklichen an sie, den ein Tornado daran ist zu entführen. Ohne die Bücher würde er zwar stärker leben, aber wo wäre er? Er wüsste seinen Ort nicht, er fände sich nciht mehr zurecht. Die Bücher sind ihm Kompaß, Gedächtnis, Kalender, Geografie. (Elias Canetti, 1953)
..hasch mich
ich bin der Frühling, sagt der Frühling und ich hasche ihn, vernasche ihn, weil ich süchtig bin, nach seiner Wärme, seiner Kraft, seinem Optimismus des neuen Anfangs. Anfangs war es noch kalt und grau, die ganze Welt in einer tiefen Melancholie des Seins, gefangen in zu kurzen Tagen, die alle Aktivitäten ausbremsen. Man ist wie ein Hund an einer viel zu kurzen Leine. Nicht fähig sich frei zu entfalten. Doch dann eines Tages, als der erste Schein dich warm küsst, ist man befreit, fühlt sich bereit, zu neuen Taten. Kraftstrotzend wie nach einer Portion Zaubertrank von Mirakulix. Der Einzige der weint ist das das Eis, der Schnee. In Strömenden Bächen bejammern sie ihren Abgang. Und keiner Weint ihnen nach. Unterdrückende Kälte, bremsende Zeit.
19. Februar 2009
Rostock - kein Wintermärchen
Die Kulisse lud ein für eine Schneeballschlacht im wahrsten Sinne. Dicke Flocken im Schein der tradionsreichen Flutungsanlagen des Ostseestadions, ein Bild für die Götter. Ein Bild welches versöhnlich stimmt, und kurz all den Schmerz, den ein jeder Hnasa Fan seit Monaten inne hat, vergessen ließ. In solchen stillen kurzen Momenten hat Fußball etwas magisches, etwas was mit dem Spiel an sich nicht mehr viel zu tun hat. Da kommen dann Aspekte wie Heimat, Ehre und Emotionen zum tragen. Und plötzlich ist alles wie am Anfang, wie am Begin einer Saison, als wäre es das erste Spiel. Vergessen ist all das Schlechte, man glaubt wieder an die Stärke der Manschaft, der Stadt, der Region. Fußball ist noch immer wie ein Stammeskampf, mit Urgeschreien, mit seinen ganz eigenen Riten.
Und schnell, nur wenige Minuten, nachdem das Spiel überhaupt begonnen hat (einige haben noch nichteinmal an ihrem Bier genippt) fällt man doch schon wieder auf den eisigen Boden der Tatsachen zurück und realisiert, das Träumereien im Fußball wohl nicht gut sind, das man die Realität eben nicht verdrängen kann.
Genau so entwickelt sich das Spiel weiter und am Ende steht wieder eine Niederlage, für ein Team, das immerhin eine Hand voll Nationalspieler hat. Thomas Doll hat mal von tollen Strukturen in Rostock gesprochen. All das nützt nichts in Phasen, wo einfach alles nicht so läuft, wie es laufen soll. Es läuft gar nicht!
Nächstes Spiel, neue Hoffnung. Immer wieder neue Hoffnung...
Und schnell, nur wenige Minuten, nachdem das Spiel überhaupt begonnen hat (einige haben noch nichteinmal an ihrem Bier genippt) fällt man doch schon wieder auf den eisigen Boden der Tatsachen zurück und realisiert, das Träumereien im Fußball wohl nicht gut sind, das man die Realität eben nicht verdrängen kann.
Genau so entwickelt sich das Spiel weiter und am Ende steht wieder eine Niederlage, für ein Team, das immerhin eine Hand voll Nationalspieler hat. Thomas Doll hat mal von tollen Strukturen in Rostock gesprochen. All das nützt nichts in Phasen, wo einfach alles nicht so läuft, wie es laufen soll. Es läuft gar nicht!
Nächstes Spiel, neue Hoffnung. Immer wieder neue Hoffnung...
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