Warum tun sich so große Körperschaften so schwer mit Veränderungen? Die ARD bedarf erst der Belebung durch die Privaten, damit sie wieder zum Quotenhit wird - dabei hatten es doch alle schon vorher gesagt: Es muss sich was ändern! Stets sind es die Chöre von den Rängen, die Veränderungen propagieren - mitunter auch zu schnell. Doch als progressives Element in der Auseinandersetzung spielen sie eine wichtige Rolle. Das galt mal für das Theater - das früher von seinen Kritiken lebte. Und das gilt ebenso für den Fußball.
Schon viel zu lange schreien die Chöre aus den Ecken nach Veränderung. Sie fühlten sich im Sich gelassen, fühlten den Club fehlgeleitet, verkauft und sahen ihn schon untergehen. Am Ende erfüllten sich diese schlimmsten Prophezeiungen - und man fragt sich stets, ob man den Rängen zu wenig Gehör schenkt?
Nun ist es vollbracht - schlimm dabei nur, dass man tatsächlich erst in die dritte Liga absteigen muss, damit sich etwas ändert.
Der Club hat mit seinem neuen Manager ein altes Idol inthronisiert, welcher schon oft ins Gespräch gebracht, aber nie wirklich wahrgenommen wurde. Paule Beinlich hat das was der Verein jetzt braucht – Identifikationspotential! Besser hätte es der Verein nicht treffen können. Endlich schaut man den Leuten aufs Maul, nimmt die Wünsche wahr.
"Paule Beinlich packt´s an" titelt die OZ und man kann nur hoffen, dass er nicht so sehr enttäuscht, wie ein sich mit allen Mitteln an sein Sessel klammernder Renè Rydlewicz. Einen 1-Jahresvertrag erhält der einstige Nationalspieler. In Kombination mit dem neuen Trainer Peter Vollmann und dem neuen Vorstandsvorsitzenden Bernd Hofmann, steht er ebenso für den Neuanfang, den alle sofort nach dem Abstieg ausgerufen haben - der jetzt langsam beginnt Realität zu werden.Doch wichtiger als die Administration des Vereins ist zweifelsohne die Mannschaft. Diese gilt es nun schnellstmöglich zu formen. Doch das Geld ist knapp - Fanglieblinge wie Walke sind "nicht zu halten". Doch immerhin: Dank der weiterlaufenden Unterstützung der Sponsoren droht dem Verein zumindest nicht so ein finanzielles Chaos, wie seinem Pendant in Bielefeld (auch wenn dieser nun doch gerettet zu sein scheint).
Der einzige Nachteil ist freilich, das die von einigen Fans erhoffte Rückbenennung des Stadions (in "Ostseestadion") hinfällig ist - denn auch die DKB bleibt am Ball.
Hansa beginnt endlich die Richtigen Schritte zu machen - bleibt zu hoffen, das dies auch sportliche Früchte trägt. Des Weiteren ist zu hoffen, dass durch eine progressive Preispolitik in der nächsten Saison, die Ränge wieder voller werden!

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